hörbiographisch

Hören und Stille als Thema und Methode

Die Stille und ihre Wirkmächtigkeit sowie das bewusste Hören mit seiner Wirkung auf viele Bereiche des menschlich individuellen und sozialen Systems war während meiner Arbeit als Musiker in den späten 70 iger bis weit in die 1980 iger Jahre sowie als Bühnenschauspielender bis in die späten 1990iger Jahren die wichtigste mich leitende Methode. Auch in den letzten 30 Jahren bei meiner künstlerischen, pädagogischen Arbeit mit Chören, Musikgruppen, Theatergruppen, Schülern und Studenten, im Unterricht, in Seminaren, Workshops und Produktionen, in der Musik- Bewegungs-, Schauspiel- und Theaterpädagogik, bei der Regiearbeit, bei Gongkonzerten und in Ausstellungen, war das Hören und die Stille als gestaltende Kraft Thema und Methode und gleichzeitig auch Erfahrungs- und Forschungsgegenstand. So ist es bis heute geblieben 

 Kennen auch Sie folgendes Erlebnis ?  


 Sie als Kind, auf einer Couch liegend. Die Augen geschlossen. Langeweile.
Zwischen Wachsein und Schlaf, durch Hausarbeit verursachte Geräusche aus der Küche schmeicheln wohlig Ihr Inneres, während Sie ihnen lauschen. Und Sie fühlten sich in dieser Muße "wie für immer" geborgen.

War Leben eben

Ich sah in dieser Situation vor meinem inneren Auge die Bewegungen der Gegenstände, genoss die Vielsprachlichkeit der Klänge, welche die Bewegungen in ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt wie zufällig zurückließen. Mal hörte ich dies als Symphonie und ein anderes mal in ihrer Dramaturgie und war dabei glücklich mit dem Hören verbunden. Das Hören war mir Musik, war Leben eben, - auch, wenn eine Tür nicht vorsichtig, sondern mit Wucht ins Schloss geschlagen wurde.

Wie alles seinen Gong ging

- weitere persönliche Hintergründe -